Inland

Das Deutsche Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V. unterhält und unterstützt eine Reihe von Förderprojekten in Deutschland.

In erster Linie handelt es sich hierbei um Förder- und Unterstützungsprojekte, welche von Personen oder Gruppen initiiert worden sind und unter dem Dach des Deutschen Kuratoriums e.V. weitergeführt werden. Die Initiatoren dieser gemeinnützigen Projekte und Initiativen haben die Möglichkeit im Rahmen ihres bürgerschaftlichen Engagements aktiv an der Gestaltung dieser Förderprojekte teilzunehmen.

Auch Vermächtnisse zur Weiterführung von Initiativen und gemeinnützigen Tätigkeiten per Vereinbarung zu Lebenszeiten sind möglich und können nach dem Tode weitergeführt werden. Hierzu bedarf es der Schriftform im Rahmen einer vertraglichen Übereinkunft.

Beispiele der Projekte und Initiativen (Auszug)

 

  • Gestaltung der Deutschen Einheit

Bereits im Jahr 1989 wurden erste Kontakte in die damalige DDR gesucht. Eine unterfränkische Familie initiierte daraufhin zahlreiche Projekte, welche das Ziel hatten das Zusammenwachsen von Ost und West zu Fördern. Seit dem Jahr 2001 hat das Deutsche Kuratorium über alle Projekte dieser Familie die gemeinnützige Trägerschaft übernommen.

 

  • Initiative für Schweinfurt

Im Jahr 1993 wurde die Kugellagermetropole Schweinfurt fast über Nacht zum bundesweiten Krisengebiet.

Im Rahmen des Hilfsfonds „Initiative für Schweinfurt“ wurde daraufhin ein Bürgertelefon eingerichtet, hilfesuchende Personen, welche z.B. von Entlassung betroffen waren konnten hier Hilfe und Rat bekommen. Es schloss sich die Aktion „ Arbeitsmarktblitzlicht“ an. Innerhalb dieser zeitlich Begrenzten Aktion konnten z.B. im Verbund mit dem zuständigen Arbeitsamt Einzelschicksale vorgestellt werden.

Die Veröffentlichungen dieser von Arbeitslosigkeit und Existenzangst geprägten Menschen unterstützen seinerzeit bis auf die regionale Tageszeitung in Schweinfurt alle Print und Funk sowie Fernsehmedien. Ein zeitlich begrenzter Spendenfond wurde ebenfalls aufgelegt.

Pressebericht der Volkszeitung vom 26.04.1993

 

  • Hilfsfonds für Straßenkinder in Deutschland

Im Rahmen des Hilfs- und Unterstützungsfonds für Straßenkinder in Deutschland sollten Kinder und Jugendliche, welche keine Elternbindung mehr hatten, Verwahrlost oder abhängig von Suchtmitteln waren unterstützt und gefördert werden. Ziel war es, diesen Personenkreis von Kindern und jungen Erwachsenen in ein funktionierendes Leben einzugliedern und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zu diesem Zeitpunkt, ende der 1980er Jahre wurde von politischer Seite kein Handlungsbedarf innerhalb dieser Thematik gesehen. So konnten die Verantwortlichen des Deutschen Kuratorium e.V. keinen Schirmherren oder politischen Rückhalt für ihre Bestrebungen um die Straßenkinder in Deutschland finden. Das anberaumte Hilfsprojekt wurde somit nicht weitergeführt.

 

  • Denkmalschutzbestrebungen

In den vergangenen 20 Jahren wurde das Deutsche Kuratorium e.V. mehrfach Träger unterschiedlicher Denkmalschutzbestrebungen. Hierzu zählen in erster Linie Projekte und Initiativen im Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Alle Sachzeugnisse, welche heute als Bau- oder Archäologisches Bodendenkmale unter staatlichen Schutz gestellt wurden und unter der Trägerschaft des Deutschen Kuratoriums stehen wurden von privater Hand initiiert und realisiert.

Zu den unter Schutz stehenden Baulichkeiten gehören, u.a:

  • Grenzanlagen bei Behrungen/Thüringen
  • Grenzdenkmal mit Führungsbunker bei Gompertshausen/Thüringen
  • Archäologische Grenzdenkmale bei Schweickershausen/Thüringen
  • Archäologisches Grenzdenkmalentsembes am Helmersgraben/Thüringen
  • und weitere…

Auch umfängliche Denkmalforschungen mit Archiv und Bibliothekkonsultierung fliesen in diese umfänglichen Forschungen ein. Mit den staatlichen Denkmalfachbehörten erfolgt ein regelmäßiger Austausch.

                  Pressebericht der Mainpost vom 18.03.2004

www.grenzdenkmale.de

 

  • Museale Tätigkeiten

Seit dem Jahr 2003 ist das Deutsche Kuratorium e.V. gemeinnütziger Träger des Deutsch-deutschen Freilandmuseums bei Behrungen in Thüringen und Bayern.

In Kooperation mit dem Bundesgrenzschutz, der Landespolizei in Bayern und Thüringen, dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie den Gemeinden Hendungen OT: Rappershausen, Behrungen und Berkach wurde das Deutsch-deutsche Freilandmuseum gegründet. Die Idee, Gründung und der weitere Betrieb geht von einer privaten Familie aus. Das Deutsche Kuratorium e.V. war ebenfalls bei der Gründung dabei und ist Träger der Gesamteinrichtung. Die Schirmherrschaft liegt seither beim Thüringer Kultusminister a.D. Dr. Michael Krapp.

FreilandmuseumDas Deutsch-deutsche Freilandmuseum umfasst die komplette Grenzstaffelung der ehemaligen DDR sowie Teile der westlichen Landesgrenze. Die Grenzanlagen sind als Bau- sowie Archäologische Bodendenkmale umfänglich als Ensemble unter staatlichen Denkmalschutz gestellt worden.

Auf ausdrückliche Willen der privaten Initiatoren wird innerhalb des Freilandmuseums auf jegliches Geschäftstreiben wie z.B. Cafeteria, Eis- und Getränkeverkauf usw. verzichtet. Diese Zusatzgeschäfte gab es zu keiner Zeit an der deutsch-deutschen Todeslinie auf DDR-Gebiet. Somit würde ein solcher mannigfaltiger Geschäftsbetrieb die verantwortungsvolle und historisch korrekte Geschichtsvermittlung unterlaufen.

Deutsch-deutsches Freilandmuseum, Eingangsbereich

Die Partnergemeinden des Freilandmuseums sind Rappershausen/Bayern sowie Behrungen und Berkach in Thüringen. Hier finden sich auch Möglichkeiten zum Einkehren sowie Einkaufscenter und Übernachtungsmöglichkeiten. Auch Räumlichkeiten für Seminare oder Exkursionen werden in diesem Zusammenhang bereitgehalten.

www.deutsch-deutsches-freilandmuseum.de